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Chaga  

Chaga (Inonotus obliquus, Schiefer Schillerporling)

ist vor allem in den Bergwäldern subarktischer Regionen Russlands, Skandinaviens, Mittel- und Osteuropas sowie auch Zentralasiens, Japans und Koreas heimisch und wächst auf Laubbäumen, vor allem auf Birken. Der berühmte mittelalterliche Herrscher und Kiewer Großfürst Wladimir II. Wsewolodowitsch (1053 – 1125), genannt Monomach (Alleinkämpfer), soll bereits Chaga angewendet haben. Im 15. Jahrhundert wird Chaga als traditionelles Teegetränk in Russland erwähnt und ist seither auch Bestandteil der russischen Volksmedizin. Der Schiefe Schillerporling enthält mehr als 200 aktive biologische Substanzen, unter anderem verschiedene Polyphenole und spezielle Triterpene sowie verschiedene Polysaccharide und Beta Glucane. Im Detail zu nennen sind etwa Melanin und Sterole, wie Ergo- und Lanosterol, und Betulin, ein lösliches Lignin aus der Birke, seinem Wirtsbaum. Melanin findet sich in der äußeren, schwarzen Schicht des Pilzes. Chaga weist eine Haupt- und Nebenfruchtform auf. Die Hauptfruchtform wächst zunächst unsichtbar unter der Baumrinde und bildet eine schräg stehende Porenschicht, die auch namensgebend für „Schiefer Schillerporling“ ist. Die Nebenfruchtform bildet sich einige Jahre vor der Hauptfruchtform und hat das Absterben des Wirtsbaums zum Ziel. Sie ist das, was gemeinhin als Chaga bezeichnet wird. In der TCM wird Chaga als stärkendes Tonikum eingesetzt, das auch harmonisierend für den Geist sein soll.

 

 

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