Seewald Klosterspezialitäten

Altes Klosterwissen neu entdeckt

Seit Jahrhunderten werden Kräuter und Pflanzen sowohl als Nahrung als auch in der Klosterheilkunde verwendet. Unsere Vorfahren wussten um die vielfältigen positiven Eigenschaften der Pflanzen und Kräuter. Vieles davon wurde mündlich überliefert oder in den Klöstern schriftlich festgehalten.

In den Klöstern wurden von jeher Kräuter angebaut und für die Brüder und Schwestern, aber auch für die Menschen außerhalb des Klosters eingesetzt. Dabei war der Fokus nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern auch die Rückkehr zu einem ausgewogenen Lebensrhythmus. Dazu gehört die Erkenntnis, dass man im Leben etwas ändern muss.

Wir besinnen uns heute zunehmend auf dieses wertvolle alte Wissen, und selbst in der modernen Schulmedizin gewinnt das alte Kräuterwissen im Rahmen der Phytotherapie wieder an Bedeutung.

Europakloster Gut Aich

Das Europakloster Gut Aich im Salzburger St. Gilgen bewahrt sowohl die Tradition benediktinischer Spiritualität als auch ein jahrhundertealtes Kräuterwissen der Klöster. Die Kräuter der Klostergärten von Gut Aich werden nach alter Klostertradition angebaut und sorgsam zu Kräuterelixieren, Balsamen und ätherischen Ölen verarbeitet.

Mit der Aussaat und Pflege der Pflanzen beginnt der achtsame Umgang mit den Pflanzen und endet erst, wenn sie mit allen guten Segenswünschen übergeben werden.






Die Mönche nutzen dafür die vier Urelemente Erde, Wasser, Feuer und Luft auf optimale Weise für ihren Kräuteranbau. Die Pflanzen nehmen die gut ausbalancierten Kräfte der Urelemente in sich auf und geben so ihre ursprüngliche Kraft an den Menschen weiter.

Die Besonderheit der Kräuterzubereitungen ist ein Herstellungsverfahren, das heute kaum noch gebräuchlich ist: Die handverlesenen Kräuter werden sofort nach der Ernte angesetzt, um die gesamte vitale Kraft der Pflanze zu nutzen. Dies benötigt viel Erfahrung und Können.

In der Klosterproduktion finden traditionelle heimische Pflanzen und Kräuter Verwendung, die aus biologisch geschützten Klostergärten oder aus Wildsammlung unberührter Bergwiesen und Almen stammen. Diese Ursprünglichkeit ermöglicht, dass auf jede Form künstlicher Hilfsmittel verzichtet werden kann, was einen wesentlichen Beitrag zur hohen Qualität der Kräuterzubereitungen darstellt.

Die Mandalas

Zu jedem Kraut und jedem Baum wurde von Pater Dr. Johannes Pausch OSB ein eigenes Mandala entwickelt, ein individuelles Symbol der jeweiligen Pflanze. Sie sollen das Wesen der Pflanze widerspiegeln und entstanden in langen Meditationen, dem Visualisieren und dem Betrachten der Pflanze sowie aus dem Wissen um ihre Kraft auf Körper, Geist und Seele.